Oma †

Meine Mutter, unsere Oma, war Jahrgang 1923 und immer noch so rüstig dass sie sich zum großen Teil selbst versorgen konnte. Geboren in Sachsen in der Nähe von Chemnitz heiratete sie in den Kriegsjahren meinen Vater und ging mit ihm 1947 nach München. 1949 kam dann mein Bruder zur Welt. 1965 kam dann noch ein Nachzögling, ein Schwesterchen , starb aber leider 14 Tage nach ihrer Geburt an einem Herzfehler. Seit dem tragischen Tod meines Vaters, der 1967 durch einem Verkehrsunfall ums Leben kam (er stammte aus Pullenried in der nähe von Oberviechtach in der Oberpfalz), lebte sie allein und zog in den 70er Jahren nach Eching, etwa 30 km nördlich von München. 

Nach der Scheidung meines Bruders zog dieser vorübergehend zu unserer Mutter und lebte bis zu seinem überraschenden Tod im Alter von 36 Jahren bei ihr. Als sie dann immer älter wurde und sich immer öfter Anzeichen von Krankheiten und solchen Dingen einstellten versuchten wir, meine Frau und ich, sie zu überreden doch in unsere Nähe zurück nach München zu ziehen. Es dauerte einige Jahre bis sie sich endlich einverstanden erklärte, denn wenn dringend unsere Hilfe erforderlich gewesen wäre hätten wir immer nach Eching fahren müssen. Das dauert im Berufsverkehr und durch Staus doch immer mehr als 1 Stunde. Nun gut, sie lebte in Neuried, 10 Minuten von uns entfernt und war froh dass sie dem Umzug doch zugestimmt hat.

Leider verstarb sie im Juni 2008 viel zu früh nach längerer Krankheit mit mehreren Krankenhausaufenthalten auf einer Reha-Kur in Markt Indersdorf.

Oma war auch eine große Katzenfreundin und hatte ihre Molly 11 Jahre bevor sie wegen einer Krankheit eingeschläfert werden musste. Das machte sie depressiv und irgendwie war sie ganz anders. Sie war dann 1 Jahr ohne Mieze und hat dann wieder eine aus dem Tierheim zu sich genommen, eine ganz liebe und zutrauliche Katze. Seitdem lebte sie wieder richtig auf und konzentrierte sich nicht mehr so auf ihre täglichen Zipperleins die ja jeder von uns hat. Und sie war dadurch auch nicht so viel allein weil die Katze sie doch in Anspruch nahm und ihre Aufmerksamkeit haben wollte. Ein Haustier ist und bleibt doch immer eine gute Therapie.

Seit dem Tod meiner Mutter lebt diese Katze Susi jetzt bei uns und wir haben leider im Oktober 2007 unsere Katze Minki die beinahe 15 Jahre bei uns lebte einschläfern lassen müssen. Susi fühlt sich inzwischen sehr wohl bei uns.

Oma mit ihrer Mieze Susi

Susi


Stand: 19.12.08  

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